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| Ausbildung zum Steuerfachangestellten - allgemeine Informationen - Grundsätze zur Berufsausbildung 1. Die Aufgaben Der Steuerfachangestellte unterstützt den Steuerberater. Seine fachspezifischen Aufgaben erstrecken sich insbesondere auf folgende Schwerpunkte:
Darüber hinaus muß der Steuerfachangestellte aber auch Aufgaben erledigen, die Bestandteil anderer Ausbildungsberufe sind. So werden in der ersten Ausbildungszeit z.B. Kenntnisse in Büroorganisation vermittelt. Dies ist Teil der Ausbildung eines Bürokaufmanns. Handelskalkulation, Bewertung von Warenbeständen, Umgang mit Kunden, Kreditbeurteilung und Zahlungsverkehr sind Tätigkeiten eines Bankkaufmanns, Versicherungsanalysen solche eines Versicherungskaufmanns. Der Umgang mit EDV-Technik ist Grundvoraussetzung für den Beruf des Steuerfachangestellten. 2. Die persönlichen Anforderungen Allgemein werden von jedem Bewerber eine gute Auffassungsgabe, solide mündliche und schriftliche Ausdrucksformen, schließlich Interesse für den Umgang mit Menschen, Zahlen und Fakten erwartet. Außerdem müssen Sie über gute Kenntnisse auf dem Gebiet des Rechnungswesens verfügen. Der Umgang mit Gesetzestexten und Fachliteratur ist ebenso unerläßlich wie die Bereitschaft, sich ständig fortzubilden. 3. Die duale Ausbildung Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Der Hauptschulabschluß ist ausreichend, doch erleichtert der Abschluß der höheren Handelsschule bzw. das Abitur die Ausbildung erheblich. Die fachtheoretische Berufsausbildung obliegt der Berufsschule. Dort sind in der Regel Steuerfachklassen eingerichtet. Die wichtigsten Unterrichtsfächer sind Steuerlehre, Buchführung und Betriebswirtschaftslehre. Der betriebliche, praxisorientierte Teil der Ausbildung findet in den Praxen der Steuerberater statt. Dort wird das in der Berufsschule erworbene theoretische Wissen praktisch angewendet. Es handelt sich also um eine sog. duale Ausbildung. 4. Die Karrieremöglichkeiten Nach Abschluß der Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich zum Steuerfachassistenten weiterzubilden. Nach einem anschließenden Studium oder einer 10jährigen hauptberuflichen Tätigkeit als Steuerfachangestellter können Sie es sogar zum Steuerberater bringen, wenn Sie die Steuerberaterprüfung ablegen. Vielleicht werden Sie fragen: warum Ausbildung statt Studium? Zunächst einmal hat sich gezeigt, daß der Trend in diese Richtung geht. Die Zahl der Studenten, die vorher eine Ausbildung durchlaufen haben, hat sich deutlich erhöht. Dies ist darauf zurückzuführen, daß eine vorherige Ausbildung den Studienerfolg entscheidend erhöht. Insbesondere für die Studienfächer Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften bietet sich die Ausbildung zum Steuerfachangestellten als ideale Grundausbildungsmaßnahme an. 5. Die Verdienstaussichten Schon die Ausbildungsvergütung ist ansprechend. Sie liegt derzeit bei 1.100 DM im ersten, 1.200 DM im zweiten und 1.300 DM in dritten Ausbildungsjahr. Nach der Ausbildung liegen die Berufseinstiegs-Vergütungen in Westfalen-Lippe durchschnittlich bei ca. 2.800 DM. Bei überdurchschnittlicher Qualifikation und Motivation können Sie leicht auch mehr verdienen. Der Bedarf an qualifizierten Steuerfachangestellten ist groß. Das hat sich nicht nur in einem günstigen Gehaltsniveau niedergeschlagen. Arbeitslosigkeit hat es bei Steuerfachangestellten noch nicht gegeben! |